Pflanzen reagieren auf dich

 

Ein Schlüsselmoment vor über zehn Jahren. Am Anfang meines Studiums in Pflanzenwissenschaften. Die Tage füllen sich mit Bezeichnungen von Pflanzenteilen, chemisch-biologischen Funktionsabläufen, Vergleichen von Anbautmethoden, Input-Output-Bilanzen.

 

Und dann dieser eine Ausflug in eine andere Welt.

 

Im Ökologie-Unterricht gibt der Lehrer allen Lernenden vier Bohnen in die eine und vier Erbsen in die andere Hand. Mit der Anweisung die Finger locker in Faustform zu schliessen. Während wir nun einen 20 minütigen Insekten-Film schauen, sollen wir all unsere positiven Gedanken in unsere Hände geben. – der Klassenraum füllt sich mit Gelächtern und Sprüchen.

 

Ich fühle die Bohnen in meiner linken, die Erbsen in meiner rechten Hand. Sehe den Insekten auf der Leinwand zu, ohne viel davon mitzubekommen. Lasse meine gesamte Liebe in die Hände fliessen. Bleibe mit der Aufmerksamkeit höchst konzentriert in diesem wohlig warmen Gefühl. Ich finde die Aufgabe schön und aufregend zugleich.

 

Dann gehen wir in den Laborraum. Jede Person erhält zwei Töpfe, die sie mit ihrem Namen beschriftet und mit gleicher Menge Erde füllt. Es wird eine Tiefe vorgegeben, in der wie die Samen einpflanzen dürfen. Die vier Erbsen in den einen, die vier Bohnen in den anderen Topf. Jeder der Töpfe bekommt gleich viel Wasser. Zum Schluss stellen wir sie in einen Klimaschrank, wo sie fortan mit der gleichen Menge Licht, Wärme und Wasser versorgt werden.

 

Nach wenigen Wochen gehen wir erneut ins Labor, nehmen die Töpfe aus dem Schrank und stellen sie übersichtlich auf einen Tisch. Die Bohnen beieinander. Die Erbsen beieinander. Ein Moment der Stille. Alle suchen gespannt nach ihrem Namen. Ich finde meine Pflanzen und stelle fest, dass sowohl die Bohnen wie auch die Erbsen auffallend gross und schön sind. Ja, sie stechen deutlich hervor. Der Lehrer unterbricht in diesem Moment die Stille: "Sabina, hast du einen grünen Daumen?"

 

Mit einem Lachen auf dem Gesicht deutet er auf seine Pflanzen: Sie seien immer etwa gleich gross und kräftig, immer etwa im "Mittelfeld". Bei bisher jeder Klasse gäbe es dieses vielfältige Bild von ganz unterschiedlich ausgeformten Pflanzen.

 

Noch ein wenig Schmunzeln, noch ein paar Sprüche. Dann geht der Unterricht wie gewohnt weiter.

 

 

Dieses uns verlegen und wortlos machende Experiment war einer der Momente des Studiums, in dem ich mich dem Leben am nahesten fühlte. Das vermeintlich Geheimnisvolle ist in Wahrheit simpel: Der Unterschied entstand nicht, weil manche von uns mehr Superkräfte hätten als andere. Der Unterschied war, dass ich mich in diesem Moment ohne viel zu Denken darauf einliess, während die allgemeine Grundstimmung Ablehnung und Gespött war.

 

Heute und nach vielen weiteren Jahren des Wirkens mit Pflanzen, würde ich das "vermeintliche Geheimrezept" so beschreiben:

> Volles darauf Einlassen > Ruhevolle Präsenz > Klare Ausrichtung. Und so hat jede/r von uns, auch DU, einen grünen Daumen!

 

Wenn du mit einer Pflanzen in eine bewusste Verbindung kommen möchtest, werde dir gewahr, dass dein System und dasjenige der Pflanze in einem permanenten natürlichen Austausch miteinander stehen. Deine Handlungen, deine Worte, deine Gedanken und Gefühle kommen bei der Pflanze an. Genauso wie ihre Präsenz auf dich einwirkt.

 

Heute können wir mehr und mehr auch dies als Wissenschaft bezeichnen – in die subtilsten Bereichen der Materie, in die Quantenphysik, führend.

 

Erkunde gerne für dich, experimentiere, beobachte :-)

 

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Ardavië | Sabina Saviera | info@ardavie.ch

 

 

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